Kürzlich geisterte eine Meldung durchs Netz, wonach eine Gruppe englischer Schüler aus Essex im Alter von 13 und 14 ein besonders kluges Kondom entwickelt hätte: Es soll anzeigen, ob der Sexpartner eine sexuell übertragbare Infektion hat, abgekürzt: STI. Passend dazu nannte man das Kondom „S.T. Eye“. Es wechsle die Farbe, wenn es in Kontakt mit bestimmten Viren komme – für jede Infektion eine andere Farbe. Diese Erfindung kam so gut an, war zu lesen, dass die Jungs mit dem TeenTech-Preis ausgezeichnet wurden, 1000 Pfund bekamen und dazu noch eine Reise zum Buckingham Palace. Einer der Schüler, der 14-jährige Daanyaal Ali erklärte: „Wir wollten etwas schaffen, dass das Entdecken gefährlicher Infektionen sicherer macht als je zuvor.“

„Zu schön, um wahr zu sein“

Klingt prima, ist aber nach Einschätzung der Deutschen AIDS-Hilfe, DAH, ein Fake (wenn auch ein guter). „Ein Kondom, das so viele komplexe Tests durchführt und in Latexfarben umsetzt, erscheint uns zu schön, um wahr zu sein“, kommentierte Holger Wicht, DAH-Pressesprecher.

Wir finden das auch sehr schade und appellieren an die Tüftler da draußen: Macht was aus der Idee! Und wenn Ihr schonmal dabei seid: Wie wäre es mit einem Kondom, das mir anzeigt, ob mein Gegenüber vergeben ist und welches Sternzeichen er hat? Und überhaupt: Wenn der Kerl beim Sex an einen anderen denkt, möge ihm das Kondom einen leichten Stromstoß verpassen.

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