Gerüchte gab es schon lange. Jetzt hat der Schauspieler Georg Uecker erstmals öffentlich darüber gesprochen, „dass ich HIV-positiv bin.“ Gegenüber dem Magazin Schwulissimo sagte Uecker, er vermute, dass er sich in den 1980er Jahren infiziert hat: „Ich bin vermutlich weit über 30 Jahre HIV-positiv und weiß es definitiv seit 25 Jahren“, so der 53-Jährige. Seit mittlerweile 10 Jahren kämpfe er mit gesundheitlichen Problemen, verlor viel Gewicht und brach schließlich 2009 auf der Berliner Funk- und Fernsehausstellung IFA zusammen. Er hatte Probleme mit seinen Lymphen.

„Vor den ersten Kombitherapien habe ich schon geglaubt, ich hätte jetzt nicht mehr viel Zeit.“ Inzwischen gehe es ihm wieder besser. Uecker blickt erwartungsvoll in die Zukunft: „Heute bin ich völlig fit und fest entschlossen, ein schriller Alter zu werden.“ Warum er sich jetzt zu diesem Coming-out entschieden hat, ist noch unklar. Bisher hieß es immer offiziell: „Es ist kein Krebs und auch kein Aids.“

In den 90er Jahren hatte eine Kussszene mit Uecker in der „Lindenstraße“ für einen Skandal gesorgt. Der Schauspieler musste eine Zeit lang polizeilich geschützt werden.

„Während der Ausstrahlung gab es so viele Anrufer beim WDR, noch Stunden danach noch, dass alles zusammenbrach – man konnte es nicht mal mehr protokollieren“, sagte Uecker gegenüber MÄNNER. „Am Montag drauf fanden Krisentelefonate der ARD-Anstalten auf höchster Ebene statt, mit Hans W. Geißendörfer, denn montags wurde ja in vielen dritten Programmen die Folge wiederholt. Die Folge wurde entschärft, umgeschnitten, kleinere Korrekturen vorgenommen. Aber so etwas hatte es so noch nicht gegeben. Die Folge lief im Original tatsächlich nur einmal.“ Hier Ueckers kulturelle Highlights des vergangenen Jahres: (MÄNNER-Archiv)

Titelbild: WDR